Documentary – Political Prisons and labor camps in Albania during Communism – Kelmend Karuni

Documentary – Political Prisons and labor camps in Albania during Communism – Kelmend Karuni


Mit Unterstützung
der “Konrad Adenauer” – Stiftung DIE STUMMEN TORE DES GRAUENS Das ist die Waffe der Staatssicherheit
und wir müssen die revolutionäre Aufmerksamkeit auf Höchste
verschärfen, damit alle Pläne derjenigen
scheitern, die davon träumen, unserem sozialistischen
Vaterland Schaden zuzufügen… Die Kommunisten sind mit Waffen
an die Macht gekommen. Während sie einen Teil
der Bevölkerung in Südalbanien durch Propaganda und Terror
manipuliert und die Bevölkerung im Norden massakriert hatten,
bekam die Präsenz der Partisanenbrigaden in diesen
Gebieten den Charakter einer Besatzung. Die Ereignisse in den Jahren
des Zweiten Weltkrieges schufen das Terrain für die Propaganda
der Kommunistischen Partei, der es durch Demagogie
gelungen war, der Bevölkerung zu suggerieren,
die für die Nationale Unabhängigkeit kämpfenden Organisationen
Balli Kommentar (Nationale Front) und Legaliteti (Legalität) als Diener
und Werkzeuge der vormaligen Besatzer darzustellen. Nach jeder „Säuberungsexpedition“
in den Süd- und Nordalbanischen Gebieten haben die Partisanen
die Strukturen ihrer Staatsmacht, die nationalen Befreiungsräte,
hinterlassen und verließen diese Gebiete singend: „Wir sind Stalins Söhne,
die überall Blut vergießen, bis auf der ganzen Erde, die Fahne
mit Hammer und Sichel weht“… Nach den gewaltsamen Wahlen
im Jahr 1945, an der als einzige „Partei“ die
Kommunistische Volksfront zugelassen war, wurde das Modell der
stalinistischen Diktatur für 45 Jahre mit Enver Hoxha
an der Spitze formal “legitimiert”. Dieser Diktator mit unbegrenzter
Macht entwickelte eines der schrecklichsten Beispiele
totalitärer, stalinistischer Herrschaft in Osteuropa. Die Unterdrückungsmaschinerie
der Staatssicherheit, die sich bereits in den Kriegsjahren
mit zahlreichen “geheimen” Morden bewährt hatte,
arbeitete nun gewissermaßen legal. DIE STAATSSICHERHEIT Das ganze Land wurdewie mit einem Spinnennetz
mit Informanten und Agenten Residenten überzogen. In den ersten Jahren
wurden überall auf Mauern die Parolen mit roten Lettern
nach einem Satz von Enver Hoxha geschrieben: “Die Sttaatssicherheit ist die
scharfe Spitze Der Diktatur der Arbeiterklasse”… In allen Kinos der Hauptstadt,
“Kosova”,”National”,Imperial”,Tomorri”, brodelte es von kommunistischen
Gerichtsprozessen, wo Hunderte von Intellektuellen
und antikommunistischen Klerikern zum Tode verurteilt wurden. Tausende andere wurden
auf den unumkehrbaren Weg in den Gefängnissen,
Verbannungen bis hin zu den Vernichtungslagern
geschickt. In ganz Albanien wurden
solche Säuberungsprozesse von Henkern wie Mehmet Shehu,
Shefqet Peçi, Zoi Themeli, Vaske Koleci, Bilbil Klosi
u.a geführt… Die radikalen kommunistischen
Umwälzungen zur Verstaatlichung der Fabriken, die gewaltsame Kollektivierung der Landwirtschaft,
der Völkermord gegen “Kulaken” und den “Klerus”, der
Terror und die gewaltsame Enteignung von Gold und Schmuck, der durch
das System der Lebensmittelkarten programmierte Hunger,
die politischen Verfolgungen, der “Klassenkampf” und die
allumfassende Gewalt haben zu einer wachsenden
Unzufriedenheit geführt. Diese Unzufriedenheit wurde
über die vielen Spitzel den Machthabern des Regimes
zugetragen und infolgedessen füllten sich die Gefängnisse. Die Familienangehörigen der
Erschossenen wurden in die Vernichtungslager verbannt. Solche Gefängnislager gab es
in der Burg von Porto Palermo, in den Festungen von Berat
und Gjirokastra, in der Burg von Ali Pasha
in Tepelena. Am 2. August 1954 wurde der “Vertreibungs- und
Verbannungsausschuss” gegründet, der die Massenverbannung
der “Volksfeinde” in die unwirtlichsten Gegenden
plante. Dort wurden die Gefangenen
und Verbannten als Sklaven zum Bau
der Industrie – Landwirtschafts – und Meliorierungswerke gezwungen. Dieser “Vertreibungs- und
Verbannungsausschuss”, der die Verbannung von mehr als
100 000 FAMILIEN, die Vertreibung von mehr als 50 000
FAMILIEN und den Tod von 8000 Menschen in den Verbannungslagern
plante, wurde von einem der vertrauten Vertretern Enver Hoxhas,
dem Sohn eines Großgrundbesitzers, Manush Myftiu geleitet. DAS GEFÄNGNISLAGER VON SPAÇ Das Lager von Spaç wurde Anfang
1968 von “Kriminellen” gebaut. Das Lager wurde in einer Senke auf
einem kahlen Bergabhang errichtet, eingekreist nur von Bergen, wo man lediglich die Himmelkuppel
sehen konnte. Am Anfang dienten als Schlafquartier
einige alte Baracken des Geologie-Betriebs, die bereits
1953 gebaut worden waren. Die im Jahr 1968 frisch angekommenen
politischen Häftlinge wurden vom Geschrei der Kriminellen empfangen: “Wir haben Euer Grab gegraben,
wir haben Euer Grab gegraben”. Das Gefängnislager Spaç war von
der Staatssicherheit als Grab der Partei und Volksfeinde
gedacht. Die Gefangenen, die sich den
Befehlen der Wächter und Offiziere widersetzten, wurden bestialisch
geschlagen. Wenn sich die Wächter und Offiziere
des Lagers an die Gefangenen wandten, hatten sie auf ihren Lippen den Satz: “Spaç werden sie weder tot noch
lebend verlassen”. Die Leichen der toten Gefangenen
wurden den Familien nicht gegeben. In diesem Lager begann
am 21 Mai 1973, die größte Revolte in der Geschichte der albanischen
kommunistischen Gefängnisse. Im Lager hallten die Rufe:
“Es lebe die Freiheit, nieder mit dem Kommunismus,
nieder mit der Diktatur”. Im Zentrum des Lagers wurde
die Nationalflagge ohne den kommunistischen Stern gehisst. Zwei Tage später,
am 23 Mai 1973 haben Hunderte von Sonderkommandos
wütend das Lager angegriffen und die erschöpften
Gefangenen grausam geschlagen. 115 Gefangene wurden erneut
bestraft. Vier von ihnen, nämlich Hajri Pashai,
Drvish Bejko, Pal Zefi und Skender Daja wurden zum Tode
verurteilt und innerhalb von wenigen Tagen hingerichtet. 111 andere Gefangene wurden in das
Untersuchungsgefängnis nach Tirana gebracht. Sie wurden danach vor einem
inszenierten Gericht in Rreshen gestellt und zu 1700 Jahren Gefängnis
verurteilt. 6 Jahre später, im Jahr 1979, wurde
im Lager von Spaç ein anderer Gerichtsprozess inszeniert, wo die
Intellektuellen Vangjel Lezho, Fadil Kokomani und Xhelal Koprencka
zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Bedri Bllozheni – ehemaliger Häftling Ich war mehr als 5 Jahre in diesem
Gebiet, genau dort, wo die rote Erde zu sehen ist. Die gefährlichsten, schlimmsten
Arbeitsfronten waren die im sogenannten Gebiet 2, wo die
Temperaturen bis 45 und 47 Grad Celsius waren. Wenn die Temperaturen außergewöhnlich
hoch waren, stellten die technischen Sicherheitsbeauftragten die Arbeit
ein und sagten, dass man hier nicht weiter
arbeiten dürfe. Als sie aber weggingen,
kamen die Polizeiwächter und schickten uns trotzdem wieder an diese Front.
Sie interessierten sich nicht für die Meinung der
Sicherheitsbeauftragten. Eines Tages kam einer von den
Polizeiwächtern zu mir und sagte: Gestern Abend rief mich der
Polizeichef und sagte mir: “Du arbeitest gemeinsam mit Bedri.
Finde eine Gelegenheit und töte ihn.“ Und ich sagte wieder: “Und hast Du Ja gesagt?” Aber der Wärter hat mich
nicht getötet. Siehst du die Mauer dort, zwischen den
Häusern. Ich war damals nicht hier. Aber ich weiß: dort wurde die Flagge
ohne Stern gehisst, die Fahne der Revolte von Spaç am
21. Mai 1973. Man hat uns da oben eingereiht.
Dann kamen der Staatsanwalt, der Polizeichef und viele Zivilisten.
Wir schauten nach dem Wärter und der Staatsanwalt sagte: “Xhelal Koprencka, im Namen des
Volkes, Du bist festgenommen”. Man fesselte ihn und er kehrte nie mehr
zurück… Das ganze Gebäude war voll mit
Arbeitsunfähigen, mit 600 Körperbehinderten und
Kranken. Hier war das ganze erste Stockwerk,
dort waren die technischen Büros. Alles diente hier als Büros. Gehen wir weiter zu jenem Gebäude,
wo ich 5 Jahre verbracht habe. Im ersten Stockwerk war unser
Schlafquartier. Hier waren 10 Betten. Die Betten waren aus Schienen und
Röhren gebaut und es lagen drei Betten
übereinander lagen. Diese Löcher haben
wir später gemacht. Am Anfang war dies verboten. Das hier
war zum Lesen vorgesehen. Beauftragt damit war Xhevat Bali.
Er war alt und krank. Er hielt den ganzen Tag ein Werk von
Enver Hoxha unter der Jacke und ironisierte: “Ich warte auf
Nexhmije, sie kommt aber nicht”. Der Himmel ist bedeckt und dann nahm
er ein Handtuch und tat so, als ob er weinte. Auch ich machte mit: Noch einmal bitte…. Brigadeleiter, Köche und selbst der
Klo-Putzer mussten über alles berichten. Hier waren die Toiletten und wenn man
ins Klo ging, schrieb man aus Hass mit Kot den Namen Enver
Hoxha an die Wand. Die Gefangenen wurden gezwungen
herausfinden, wer das war. Man versteckte dann bei einem eine
Zange hinter der Matratze. Dann kam man zu einer Kontrolle
und man warf ihm vor, er wollte damit die Stacheldraht
schneiden und abhauen. Man nahm ihn mit, bestrafte ihn zum
zweiten Mal und dann schickte man ihn in das Gefängnis von Burrel. Hier
machte man alles Mögliche mit ihm, Dinge, die man sich nicht vorstellen
kann. DAS GEFÄNGNISLAGER VON BALLSH Anfang 1972, als man mit der Arbeit
begann, gab es im Lager von Ballsh 800
politische Gefangenen. Hier wurde eines der größten Werke
mit chinesischer Hilfe gebaut: die Erdölraffinerie. Anfang 1974 erhöhte sich die Zahl der
Gefangenen auf 2000. Hier war ein Isolationsraum
errichtet, um jene Gefangenen zu
bestrafen, die von den Wächtern
Saboteure denunziert wurden. Dieses Lager existierte
von 1972 bis 1987 Das Tal, wo das Werk gebaut wurde, wurde von
den Gefangenen als Todes-Tal bezeichnet, denn in den Sommermonaten waren die
Temperaturen über 40 Grad Celsius. Die Parzelle, wo Dutzende von
verstorbenen Gefangenen beigesetzt waren, wurde nach
dem Fertigbau des Werkes mit einem Bagger eingeebnet,
um jede Spur zu beseitigen. Gezim Peshkepia – politischer Häftling Dort, wo man das Gebäude sieht, dort
waren die Büros des Kommandos. Es war ein großes Eisentor. Dadurch konnte man in einen kleinen
Hof blicken. Dort, wo man die Spuren
einiger Röhren sieht, war eine Tür, durch die man in das Gefängnis gehen
konnte. Hier waren einige Büros, wie das
der Erziehung, die Bibliothek, ein Laden. Und das da hinten war das Lager
der ausländischen Häftlinge. “War der Kontakt zu ihnen erlaubt?”
-Nein. Sie waren von uns isoliert und
es war hier mit Blech versperrt. Hier war der Hofgang. Hier gingen 1000 Männer spazieren. Der untere Teil gehörte der Kantine. Der abgerissene Teil war eine Stelle,
wo Vater Zef Pllumbi gearbeitet hat. „Was ist das für ein Werkzeug?“ Das ist ein „Messer“ und damit
konnten wir Kartoffeln schälen. Das war eigentlich verboten. Aber weil die Klinge leicht zu
biegen war, hat man sie manchmal auch
zugelassen. In vielen Fällen aber nicht. Doch die
Häftlinge versteckten sie. Deshalb sind manche übrig geblieben. Ah wie viele Erinnerungen weckt das
“Messer” an mich …! Es waren insgesamt 7 Schlafsäle, eingerichtet mit Doppelstockbetten
aus Holz. Hier war ein Schlafsaalbereich,
wo die Alten schliefen. Wer waren die Ältesten, an die Sie
sich erinnern? Hier habe ich Jonuz Kurrizo
gefunden. Er war damals 96 Jahre alt. Oder Myqerem Janina:
über 90 Jahre alt. Die drei Säulen bildeten den
Bereich, in dem die Gefangenen in Isolationshaft saßen, wenn sie
“keine Disziplin hielten”. Da war ein Raum für die Obduktion
der Leichen Am Ende dieses Bereichs waren Blumenbeete, wo ich mit Vater
Zef Pllumi gearbeitet habe. Wir haben Blumen auf dem Territorium
der Militärabteilung gepflanzt und in letzter Zeit erlaubte man
uns, Blumen auch im Lager zu pflanzen. Hier sehen wir zwei Rampen,
worauf mit Blumen geschrieben wurde: “Es lebe Enver!” Das nennt man
Ironie des Schicksals Also mit den von den Gefangenen
gepflanzten Blumen? Ja, es waren Chrysanthemen. Hier befinden wir uns auf der Stelle,
wo 5 Gefängniszellen waren. Sie waren sehr eng, so dass man die Wände mit den
Ellenbogen berühren konnte. Sie waren nur 2 m lang. Ich wurde hier zweimal eingesperrt:
einmal für 15 Tage, das zweite Mal für einen Monat. Es tut mir weh, wenn ich sehe,
wie alles zerstört ist. Sie wären die lebenden Beweise
gewesen und ich bräuchte heute nicht viel darüber zu erzählen. Für die Toten wurde ein Sarg gebaut
aus Holz und da hinein warf man eine Flasche. In der Flasche war ein kleiner Zettel
mit dem Namen. Und so haben manche ihre
Familienangehörigen später gefunden. Als ich hier in der Gefängniszelle
war, habe ich einen Wachsoldaten
aus Tirana getroffen: Beni hieß er –ich habe ihn auch nach meinen Gefängnisjahren wieder
getroffen. Er sprach mit mir und ich sagte ihm: “Sprich nicht mit mir” Er sagte mir:
“Ja, ja ich weiß, denn es gibt auch unter euch Spione.
Und ich sagte ihm wieder. “Pass auf, sonst wirst du Probleme
bekommen” Er nahm sein Maschinengewehr
und tat so, als ob er Gitarre spielte und sang Lieder von Michael Jackson. Ich kannte
Michael Jackson aber nicht, weil er, als ich noch frei war, noch
nicht bekannt war… Schmerzvoll erinnere ich mich an
meinen Freund Agim Agaraj, ein ehemaliger Marineoffizier, ein
sehr intelligenter junger Mann, voll mit Zukunftsträumen. Es tut mir weh, dass er die Freiheit
nicht genießen konnte. Kurz vor seiner Freilassung starb er
an der Nebenwirkung einer Spritze. Ein mysteriöser Tod. Andere sind Hajredin Fratari, Oliver
Zhaboli, Marash Shkreli, Jamarber Marko, mit dem ich sehr
befreundet war. Wir haben gemeinsam Brot gegessen. Die chinesischen Experten in der Fabrik
waren über das Fachwissen mancher Häftlinge erstaunt. Ich hoffe, dass die Angelegenheit
der Zwangsarbeit eines Tages geregelt wird, damit die
Lebenden noch eine Entschädigung bekommen. “Typisch diese Schuhe oder?” DAS GEFÄNGNIS PORTO PALERMO Weil das Lager in Tepelena gegen Ende
des Jahres 1949 mit Verbannten überfüllt war, schickte man 400 von
ihnen in die Burg von Porto Palermo, 8 km südwestlich von Himara. Die Burg hatten die Venezianer gebaut
und der albanische Feudalherr Ali Pascha hatte Tepelena 1808
erobert. Die Keller der Burg waren dunkel und
mit Wasser bis zu 30 cm hoch gefüllt. Die Wände waren feucht und
die Kälte ging bis ins Mark. Leke Pervezi – ehemaliger Verbannte,
Maler und Übersetzer, heute Emigrant
in Belgien Für uns gab es keinen Gerichtsprozess, weil wir
Verbannte waren. Und für die verbannten Personen gab
es keinen Prozess. Man steckte sie einfach in ein
Fahrzeug und verbannte sie. Wie viele andere Familien hat man
auch uns hier in der Burg von Porto Palermo isoliert. Jetzt ist dieses Kampitel der Burg
von Porto Palermo in Vergessenheit geraten. Das war jedoch ein schrecklicher Ort,
was die Verbannung anbetrifft. Das ist mit anderen Gefängnissen
nicht vergleichbar. Auch als Besucher bekommt man hier
einen Schrecken, wenn man eintritt. Alles aus Stein. Am Anfang war dieser Ort für die
Verbannung einiger wichtiger albanischer
Familien bestimmt. Diese Familien bestanden hier
meistens aus Frauen, Kindern, alten Menschen und aus wenigen
Männern. Hier habe ich meine Mutter getroffen. Alle Familien stammten aus dem
Norden. Es waren bekannte Familien
wie die von Muharrem Bajraktari, Gjon Markagjoni, Fiqiri Dine, Hysni
Dema, Preke Pervezi oder die Familie von Cen Elezi
und viele anderen. Hier drin war es wie in einer Höhle, wir nannten es die
“Höhle des Ulysses”. Wir lebten direkt auf dem Steinboden.
Die wenigen Sachen, die wir hatten, legten wir direkt auf den Steinboden;
es war völlig dunkel. Innerhalb einer kurzen Zeit, in
wenigen Monaten, wurden fast die Hälfte der Männer
(ca. 200) wegen Körperschwäche, schlechter Ernährung und den
unvorstellbaren Lebensbedingungen blind. Bei Anbruch der Dämmerung
konnten sie nichts mehr sehen, außer mein Bruder und ich. In meinem Zimmer waren auch Vasil
Kokali, Shpend Sherifi, Luigj Marku, einige aus Elbasan, die Familie
der Brüder Cullaj und einige andere. Danach kamen noch andere. Man brachte diejenigen hierher, die vorher hohe Haftstrafen
abgesessen hatten. Es war das Jahr 1950. Und auch die
Söhne von verurteilten Vätern, die 5 Jahre Gefängnis abgesessen
hatten. In dieser Burg sollten die Menschen
langsam vernichtet werden. Es gab jedoch einen Zwischenfall,
der uns gerettet hat. In diese Lagune kam ein ausländisches
U-Boot und ich bin Augenzeuge dieses Ereignisses. Die Wachsoldaten glaubten, es wäre
ein großer Fisch, der einen Wellenschaum bildete. In Wirklichkeit war es das Periskop
eines U-Bootes. Hierher kamen bewaffnete Soldaten,
um den “Fisch” zu töten. Doch es war weit entfernt und
sie konnten es nicht mehr sehen. Mein Bruder, der früher Militärangehörige
und Militärexperte war, flüsterte mir ins Ohr, dass dies
das Periskop eines U-Bootes sei. Und so war es wirklich. Nach einigen Tagen hat man uns von
hier weg geschickt. Darüber hatten auch die Zeitungen
geschrieben, die berichtet hatten, dass es einen Zwischenfall mit einem
fremden U-Boot gab, der sich vor Porto Palermo bewegte. Und so hat man uns von hier nach
Tepelena überführt. Ein Junge, ja er war jung, zwischen
16 und 17 Jahren, hieß Musa Sina und erkrankte hier
schwer an Diphterie. Er war so krank, dass einige Freunde
ihn nachts bewacht haben. Er war nicht in unserem Zimmer,
sondern an einer anderen Ecke. Sie hatten Alarm geschlagen. Als die Zeit für den Appell kam,
kam auch der Wachtmeister. Man sagte ihm, dass Musa krank sei und dass ihn bis
jetzt keiner untersucht hatte. Man schickte uns in solchen Fällen
nicht zum Arzt. Es gab auch keine
Gesundheitseinrichtung. Die nächste war in Himara. Als der Wachtmeister Musa todkrank
liegend sah, sagte er den anderen: “Warum altet ihr diesen Kadaver
hier. Nehmt ihn und werft ihn ins Meer…”
lebend wie er war. Der Wachtmeister Qani hat seine
Biographie als Verbrecher mit diesem Satz geschrieben. Solche Menschen wurden als Wächter
für die Verbannten und die Gefangenen eingesetzt. DAS GEFÄNGNISLAGER IN QAFEBARI In diesem Lager kamen die ersten 400
politischen Häftlinge im Jahr 1982. Man hat hier in drei Schichten
gearbeitet, um aus dem Inneren des Berges Kupfererz zu fördern. Die Bedingungen waren noch
schwieriger als in Spaç. Gewaltanwendung und Folter waren hier
an der Tagesordnung. Treffen mit Familien waren
unmöglich, auch wegen der schweren
Kommunikation. 11 Jahre nach der Revolte in Spaç
und genau am 24. Mai 1984 brach die Revolte in Qafebari aus. Grund dafür war die Tatsache, dass
der Häftling Ndue Pisha geschlagen wurde, nur deshalb, weil er die Arbeitsnorm
nicht erfüllt hatte. Doch die Mitgefangenen wussten, dass
Ndue Pisha der Arbeit nicht entging, er war einfach krank und es war
notwendig, ihn ins Krankenhaus zu liefern. Anstatt ihn medizinisch zu
behandeln, haben die Henker ihn mitten im Zentrum des Lagers barbarisch
geschlagen. Dieses grausame Verhalten
hat die Gefangenen empört. Sie erhoben sich zur Verteidigung
ihres Kollegen und so haben sie die Wächter verprügelt. Aus Tirana kam per Hubschrauber
in das Lager von Qafebari der Direktor der Staatssicherheit,
Agron Tafa, der zugleich Vizeinnenminister war, begleitet von einem
Sondereinsatzkommando. Obwohl Agron Tafa per Lautsprecher
versprochen hatte, dass man keinerlei Maßnahme
ergreifen würde, wenn sich die revoltierten Häftlinge
ergaben, wurde dieses Versprechen nicht gehalten und so wurden 40 von
ihnen festgenommen, darunter Sokol Sokoli, Tom Ndoja und
Sandri Sokoli, die nach wenigen Tagen erschossen
wurden. 14 andere Gefangene wurden erneut zu schweren Gefängnisstraffen
verurteilt. Das Lager in Qafebari wurde Ende 1990
geschlossen. Visar Zhiti – ehemals politisch
Gefangener, Schriftsteller Es stimmt, ich habe hier zahlreiche
Gedichte auf Papierstücken geschrieben und versteckt, manche habe ich im
Gedächtnis geschrieben und sie in diesen schrecklichen
Stollen und in diesem Steinhaufen versteckt. Diese Gedichte wurden zwar
geschrieben, um das Schrecken hier zu bezeugen; sie wurden aber auch dafür
geschrieben, die lebenden Emotionen des Menschen zu verewigen, jene
schöne Emotionen, die für uns verboten waren. Der Ort hier war mit Stacheldraht
umzäunt, von Soldaten bewacht, die glaubten, dass hierher nichts
rein- bzw. rauskommen konnte. In Wirklichkeit ist hier die Poesie
eingedrungen. Ich weiß nicht, woher sie kam: vom
Himmel, mit dem Regen oder aus
den Wolken und so entstand die von den
Gefangenen geschriebene Poesie. Die Botschaft ist diese. Den Menschentraum kann man nicht
vernichten; er kann in Erfüllung gehen, wenn
nicht von uns, bestimmt von den kommenden
Generationen. Aber die Diktaturen sind
vergänglich. Bedri Bllozheni – ehemals politisch
Gefangener Hier wurde eine unvorstellbare Gewalt
ausgeübt. Als ich an der Reihe war, in
den Besuchraum zu gehen, hier unten, habe ich gesehen, dass da 10 Personen
waren, die man dort geschlagen hatte. Als ich den Raum betrat, war der
Zimmerboden mit Blut bedeckt und das sage ich ganz ehrlich
mit solchem Buchenholz hatte man die Gefangenen geschlagen. Heute, nach 28 Jahren ist es noch
schlimmer. Diese beiden jungen Männer, die die
tapfersten waren und die die Polizei in die Knie gezwungen hatten haben
wir nach so vielen Jahren mit großer Mühe gefunden. Sie wurden hier beigesetzt und wir
haben ihnen sowie den anderen Helden alle Ehren erwiesen. Es tut mir leid, dass die anderen
hier kein Wort darüber gesagt haben. Diese beiden jungen Männer werden auch
heute noch als”Terroristen”bezeichnet, nicht nur sie, sondern auch 12 andere,
die erneut bestraft und danach erschossen wurden. Es gibt noch etwas Schreckliches: Es handelt sich um Sander Sokoli,
einen ehemaligen Offizier, den man mitnahm, und ich weiß nicht
warum. Man hat ihn im Zentrum des Lagers
erschossen und er existiert nirgendwo,
weder in Papieren, noch als verurteilte bzw. erschossene
Person. Er ist nirgendwo registriert
worden. DAS GEFÄNGNISLAGER IN TEPELENA Zu den schlimmsten Verbannungslagern gehörte auch das Lager in Tepelena, das von 1949 bis 1954 an Grausamkeit
und Brutalität die sowjetischen Gulag-Lager übertroffen hatte. Die grausamen Haftbedingungen richteten sich gegen
mehr als 4000 Verbannte. Die Mehrheit von ihnen
waren alte Leute und Kinder. Mit dem Bruch mit Jugoslawien begann
eine neue Epoche, die Anlehnung an der Sowjetunion. So bekamen die Verbannten
ein Schrecken, weil Gerüchte verbreitet wurden,
dass mit dieser Anlehnung an der Sowjetunion die Gefahr
bestand, sie zu sammeln und dann nach
Sibirien zu schicken. Das war ein Gerücht unter den
Verbannten, die Angst davor war sehr groß. Man schickte sie nach Turhan-Veliçiot
bei Memaliaj und als Unterkunft dienten einige
zerstörte Kasernen ohne Türen und Fenster, mit Zementboden und ohne
hygienische Einrichtungen, ohne Wasser und nichts. Das Wasser wurde in Portionen
ausgegeben ein Becher am Tag. Dazu gab es Maisbrot. Innerhalb kurzer Zeit brachen
Infektionskrankheiten wie Diphterie und Cholera aus. Es begannen Kinder und Alte zu
sterben. Augenzeugen erzählten uns, dass in diesen Lagern täglich 7
Personen starben. Meine Schwiegermutter war in dieses
Lager verbannt und ich habe frische Erinnerungen.
Ich selbst war nicht dabei. Am meisten waren Frauen und Kinder
dort interniert; es waren junge Frauen mit kleinen
Kindern, deren Männer in die Berge
geflohen waren. Durch die Krankheiten starben unzählige
Kinder. Ich habe frisch im Gedächtnis
eine Zeugenaussage, von der ich immer noch Gänsehaut
bekomme. In einem der Schlafsäle mit
Frauen aus den nordalbanischen Bergregionen breitete sich innerhalb
einer Nacht die Seuche aus und es starben nur in dieser Nacht
33 Kinder. Es wurde sogar vom Kommando großer
Alarm geschlagen. In der Nacht wurden die Gräber
gegraben… Ein Verbannter, Abdurrahman Kaloshi, machte eine sehr eindrucksvolle
Aussage. Er beschrieb diese Situation wie
folgt: Die Zeit reichte nicht aus, um Gräber zu graben, weil wir völlig
erschöpft waren. Wir gruben die Gräber und die
Leichen wurden sofort beigesetzt und danach mit Kalk desinfiziert. So waren die Bedingungen. Das Kommando erteilte den Befehl,
ihre Sachen sofort zu verbrennen. Dabei war auch meine
zukünftige Frau. Sie war nur 4 – 5 Monate alt und zum
Glück überlebte sie. Doch an dieser Seuche sind viele
gestorben und man hat die Namen der überlebenden Kinder nicht
gewusst, so wurde meine Frau Baby genannt und so heißt sie
auch heute noch, Baby. Zwei Ärzte, die dabei waren, waren
erschrocken und so wurde beschlossen, uns in das ehemalige Militärlager
der Italiener unter der Burg in Tepelena
zu bringen. Hier war es ordentlich und
es gab ungefähr 8 große Kasernen, vier davon waren mit Holzbetten
eingerichtet. Und so entstand das Lager von
Tepelena, mit Stacheldraht gesperrt. Nach zwei- drei Jahren wurde eine
sogenannte Krankenstation errichtet, anfänglich sehr primitiv. Der Vorteil war, es gab dort Wasser. Verstorbene Personen wurden von den
Häftlingen zuweilen zwei bis drei Tage versteckt
gehalten, um ihre Brotrationen zu bekommen. Der Ort war voll mit Gräbern mit
Steinen oder Holzkreuzen. Dies war so für eine bestimmte Zeit. Zufällig fuhr einmal ein Mitglied
des Politbüros vorbei. Man sagte, es war Enver Hoxha selbst,
der mit seinem Auto nach Gjirokastra fuhr und er hatte die Gräber
gesehen und gefragt “Was sind das fur Gräber?” Man sagte ihm, dass die Gräber
den Verbannten gehörten und er erteilte sofort den Befehl,
sie zu beseitigen. Und so kam der Befehl,
diese Gräber zu entfernen. Man teilte diesen Befehl den
Verbannten mit und so wurde am Ufer des Flusses Benca,
zwei bis drei Kilometer entfernt ein neuer Friedhof errichtet, wo die Gräber verlegt wurden,
doch nicht alle. Viele Gräber konnten nicht verlegt
werden, weil sich keiner darum kümmern
konnte. Trotzdem gab es wieder
viele Gräber. Nach der so genannten
totalen Verlegung kam wieder ein Befehl, den Ort zu einzuebnen.
Mit Baggern und Traktoren wurde alles eingeebnet und dieses „Feld“
mit Hafer bestellt, mit dem Ziel, jede Spur von den Gräbern zu
beseitigen. Dami wurden die Gräber
der Verbannten aus Nordalbanien vollkommen vernichtet. In Tepelena waren die meisten
Verbannten aus dem Norden, es waren bekannte Familien aus dem
Norden, ähnlich wie in Porto Palermo: es waren die Familien von Muharrem
Bajraktari, Gjon Markagjoni, Fiqiri Dine, unsere Familie, Prenke
Pervezi, Cen Elezi und viele andere Familien. Die meisten von ihnen wurden im Jahr
1949 festgenommen bzw. verbannt, als Bardhok Biba ermordet wurde.
Hierher wurden ca. 2000 Personen aus Mirdita und ca. 500 vollständige Familien aus dieser
Region verbannt. Alle wurden massenhaft nach Tepelena
verbannt, zunächst in Turhan, dann brachte man sie nach Tepelena. Es waren dabei auch einige Priester. Einige waren sehr bekannt, wie der Schriftsteller und Intellektuelle
Dom Nikolle Mazreku oder Viktor Volaj, der ehemalige
Sekretär von Gjergj Fishta, Zef Gila, wie man schon weiß waren
die katholischen Priester sehr gut ausgebildete Menschen… Dorthin wurde auch die Frau von Nush
Topalli gemeinsam mit ihrer Tochter, Susanne verbannt. Aus Tirana war Rushit Mulleti,
Viktor Dosti, Familie Dosti mit Schwestern. Wachmeister Selfo machte den Appell
jeden Tag und die Verbannten mussten
täglich vor ihm vorbei marschieren. Auch die Mütter mit ihren Säuglingen
am Arm, damit er alle identifizieren konnte. Die Zwangsarbeit war schrecklich. Wir, Männer und Frauen mussten Holz,
Steine, Maststücke kilometerlang
tragen, bei Regen oder bei gutem Wetter,
den ganzen Tag, vom Morgen bis zum Abend. Das war eine schwere Zwangsarbeit. Wächter: Holen Sie eine Genehmigung
ein und dann kommen Sie! Agron Tufa: Von wem sollen wir die
Genehmigung einholen? Wächter: Gehen Sie zum ersten
Eingang. Gehen Sie bitte jetzt. Agron Tufa: Nein, wir gehen nicht. Wir haben auch einen ehemaligen
Gefangenen dabei. Nein, wir gehen nicht zurück.
Wir haben mit dem Werk nichts zu tun. Wächter: Nein, das ist nicht erlaubt. Auch die Familienangehörigen werden
nicht zugelassen. Agron Tufa: Was verheimlichen Sie uns?
Wir sind erstaunt! Wächter: Es ist hier nicht erlaubt.
Man braucht eine Genehmigung. Agron Tufa: Wir haben alle Gefängnisse
des Landes besucht. Wächter: Hier braucht man eine
Genehmigung. Sie sind schuldig, weil Sie das
Gefängnis zerstört haben. Wohin haben Sie die Backsteine
gebracht. Das muss man gut erhalten,
weil dies ein Museum ist. Dafür haben der Ministerpräsident und
das Parlament ein Gesetz unterzeichnet. Wächter: Ich bin nicht von hier.
Ich komme aus Aranitas. Agron Tufa: Sie haben ja keine
Ahnung, was Sie da angerichtet haben. Sie machen Geschäfte mit den
Gefängnissen! Wächter: Wer macht Geschäfte? Agron Tufa: Bauen Sie hier nicht ein
neues Werk? Wächter: Das brauchen Sie nicht mir
zu sagen. Sagen Sie das den anderen. Agron Tufa: Also, jemand muss kommen
und wir sprechen mit ihm. Ok. Ich rufe den Innenminister an. Im Haus der Vergessenheit kann das
Bewusstsein keine Unterkunft finden. Das postkommunistische Albanien ist
in Amnesie und Vergessenheit, in Schlaf oder Koma gefallen. Das postkommunistische Albanien
lehnte es bisher ab, seiner jüngsten Vergangenheit zu
gedenken; Es fehlt der politische Wille. Dutzende von Gefängnissen und
Verbannungslager sind im Stich gelassen, ohne Schutz,
ohne Fürsorge. Viele von diesen Lagern, einst mit
Stacheldraht eingekreist, sind heute von dieser Erde beseitigt
worden. Man kann zufällig auf ein seltenes
Schild oder eine Gedenkplatte stoßen. Auf diesem Brachland liegt die
Geschichte von großen Qualen, Not und Leid von Tausenden der
“Klassenfeinde”. Bei einigen Lagern findet man schon
jetzt keine Spuren mehr. Bei einigen anderen plündert man die
Steine, die Eisenkonstruktionen und das Baumaterial. Einige andere sind inzwischen zu
Ruinen geworden. Sie werden durch die
Industrieprojekte der Privatunternehmen bedroht. Dort kann man auch als Besucher
keinen Fuß fassen. Die Lage dieser “Katakomben des
Kommunismus” ist heute so ruiniert, dass man sich nicht mehr vorstellen
kann, dass sie noch vor zwei Jahrzehnten
als Gefängnisse “in Betrieb” waren. Heute sehen sie wie antike Ruinen
aus. Sehr schnell werden auch die
wenigen Beweise und Spuren nicht mehr da sein. Und es wird der Tag nicht so weit
sein, dass die jungen Generationen uns nicht mehr glauben werden. Burrel, Spaç, Qafebari, Ballshi oder
Tepelena werden bei ihnen als Erfindungen,
Märchen oder Horrorgeschichten wahrgenommen. In einem anderen kulturellen und
sozialen Klima aufgewachsen werden die jungen Generationen das
Gedächtnis mit der Generation ihrer Väter und Großväter nicht
teilen. Ihr Leid, ihr Gedächtnis, die
Narrative der Großväter und Väter werden ohne
Beweise sein, ohne die Möglichkeit der Anschauung. In den Lehrbüchern der Schulen wird
diese Zeit vollkommen an Bedeutung verlieren und somit neue
Risse in unseren Beziehungen zu den Zeiten, Traditionen, Generationen und
zur Geschichte entstehen. Die Muse der Geschichte ist sanft,
zurückhaltend und ohne Ansprüche. Wenn sie sich verlassen und ohne
Sorgfalt fühlt, sucht sie Rache und verblendet diejenigen, die sie
verachten“ Leszek Kolakowski Dieser Dokumentarfilm wurde in Zusammenarbeit mit der
Konrad Adenauer – Stiftung und dem Studieninstitut über die
Verbrechen und Folgen des Kommunismus realisiert. Regie: Kelmend Karuni
Drehbuch: Agron Tufa Übersetzung ins Deutsche: Astrit Ibro Redaktionelle Überarbeitung des Textes:
Klaudja Zerva und Dr. Thomas Schrapel

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About the Author: Sam Caldwell

4 Comments

  1. If you are going to post this clip with an English title. Take the next logical step and have English subtitles for the story.

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